unsichtbarkeit

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diese menschen hinter fremden fenstern so fern und mir gegenüber, ich sehe sie nie, sie öffnen ihre fenster nicht, lehnen sich nicht in die welt hinaus, atmen und leben wie eingemauert hinter den fassaden. auch ihre gedanken kreisen im eingesperrtsein, stößen sich an ihren wänden ab; sie sprechen nicht oder nur ohne laut, sie finden ihre stimme, die für sie spräche, nicht. die gardinen bewegen sich nie, hängen vor den fenstern wie gespensterlaken in ihrem weißen schimmern nicht von dieser welt. die hier wohnen, kommen aus der vergangenheit und kehren irgendwann dorthin zurück, aus ihrem leben hier nehmen sie nichts mit, nur ihre unsichtbarkeit retten sie noch. niemand weiß, ob sie je hier gewesen sind, diese menschen hinter fremden fenstern, die man nie sieht. sie lehnen sich nie in die welt hinaus, vielleicht hatten sie in einem anderen leben schon genug gesehen …

 

©Sella Moll /2019

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9 Gedanken zu “unsichtbarkeit

  1. Wow, du vermagst Tiefes auszudrücken mit deinen Worten.
    Durch Tete wurde ich heute auf dich aufmerksam und kam einmal schauen… 🙂
    Vielleicht mag ich bleiben.

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    1. Hallo Marion,
      vielen Dank für deinen Besuch und deine lieben Worte! Und ich freue mich, wenn du öfters vorbeischaust!
      Alles Liebe für dich
      Sella

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      1. So ist es Marion – ich möchte weiterhin deine tollen Naturfotos bewundern! Ach … diese Farben… im Frühling „tobt sich“ die Natur so richtig aus! Das „Farbenmeer“ ist einfach berauschend… 🌻🌼

        Wünsche dir noch einen schönen Sonntag und schicke dir liebe Grüße!
        Sella

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      2. Ja, danke dir Marion – wir hatten heute echt schönes Wetter; wobei es eigentlich schon zu warm gewesen ist und auch schwül. Aus den Stiefeletten direkt in die Sandalen, sage ich immer – wir haben kein richtiges Frühlingswetter mehr; es regnete zu viel, es war auch kühl und wenn es frühlingshaft gewesen ist, dann auch nur für ein paar Tage.

        Keine Übergangszeit mehr; bald nur mehr Winter und Sommer, denn der Herbst ist ja meist auch noch ziemlich warm. Tja, der Klimawandel eben! Und der Sommer vieeel zu heiß! Da leidet man schon darunter – das ständige schwitzen und auch in der Nacht kann man nicht gescheit schlafen, weil es sich nicht abkühlt. Und ich denke, heuer wird es auch nicht viel anders sein …

        Man wartet so sehnsüchtig auf das schöne, sonnige Wetter und dann ist es einfach zu heiß, über 30, 35 Grad! Ich wäre froh, wenn es allerhöchstens 30 Grad im Sommer gäbe, was auch schon fast zu viel ist. Aber das spielt sich leider nicht … Das Wetter ist eben kein Wunschkonzert 😒.

        Liebe Grüße
        Sella

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      3. Liebe Sella,

        es ist Sommer geworden und ja, wieder einmal ziemlich übergangslos.
        Obwohl es im frühen Frühling durchaus ungewöhnlich warm war, was an den Baumpollen zu merken war, auf die ich allergisch reagiere. Dieses Jahr hatten wir eine solche Flut an Erlenpollen, dass es echt arg war.

        Heute sollen wir 30 Grad bekommen und das ist mir dann auch schon zu warm. Für mich dürften es zwischen 25 und 28 Grad sein. Aber jeder hat so seine Wetter-Vorlieben und was wir Menschen auf diesem Planeten veranstalten hat auch seine Auswirkungen, in welcher Form auch immer genau, das lässt sich sicher sehr schwer genau sagen. Jedenfalls tun wir, so wie wir als Menschheit insgesamt leben, der Natur nicht gut. Es wäre schön, wenn es wieder ein zurück zur und mit der Natur gäbe.

        Da ich kürzlich umgezogen bin, kann ich noch nicht sagen wie sich diese Wohnung in der heißen Sommerzeit genau verhält, aber momentan sieht es danach aus, dass das ganz gut machbar sein sollte, wenn man mit den vorhandenen Fensterläden arbeitet und konsequent die Sonnenseite abschirmt.

        Ob wir wirklich einen heißen Sommer bekommen, wer weiß. Es lässt sich scheinbar schwer vorhersagen. Um ehrlich zu sein, bin ich in Sachen Klimadebatte nicht ganz beim Mainstream. Kann sein dass die Theorie vom Klimawandel stimmt, kann sein dass sie teilweise stimmt, kann sein dass wir das falsch einschätzen. Fakt ist auf jeden Fall, wie oben gesagt, dass wir insgesamt nicht gerade so leben, dass die Natur unser Freund ist. Es dreht sich alles nur ums Geld. Noch habe ich manchmal die Hoffnung, dass eine Wende in den Köpfen und dann auch im Leben möglich sein wird, aber vielleicht erlebe ich das auch nicht mehr.

        Ich wünsch dir einen schönen Dienstag 🔅💐🥰

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      4. Liebe Marion,

        also der Klimawandel ist Fakt, da brauche ich nicht Mainstream zu sein – das sagt mir allein mein gesunder Hausverstand – wenn ich mir Berichte, Dokus und investigative Reportagen im Fernsehen anschaue bzw. solche inkl. Bilder in vertrauenswürdigen, seriösen Medien lese. Leider sind nahezu alle Industriezweige an der „Misshandlung“ und sukzessiver Zerstörung der Natur und folgedessen des Weltklimas beteiligt. Aber wir Menschen leben gut, haben viele Bequemlichkeiten und was noch wichtig ist: Arbeitspläze.

        Dieser gordische Knoten ist und wird aus ökonomischer Sicht sehr schwer, wenn überhaupt zu lösen sein. Ja, Hoffnung ist gut, aber diese wird, glaube ich zu wenig sein, um die Misere in den Griff zu bekommen. Stetig wachsende Profitgier der Konzerne, extrem starker Lobbyismus und nicht zuletzt verbohrte, kurzsichtige, ungebildete Männer in wichtigen politischen Ämtern verhindern so einiges, blockieren viele Maßnahmen, die zur Verbesserung dringend notwendig wären, weil sie nur auf ihre eigenen, persönlichen Interessen schauen und den Hals mit Geld und Macht nicht vollkriegen können. Ja, es dreht sich alles ums Geld – du sagst es. Ich sage immer, die Welt ist nicht schlecht, es sind die Menschen, die sie schlecht machen. Es sind immer wieder die Menschen, denn sie haben alles in der Hand.

        Wir brauchen die Natur für unsere Existenz aber die Natur braucht uns nicht – sie existierte schon lange, noch bevor der erste Mensch diesen Planeten überhaupt betrat. Es ist einfach frustrierend mit anzusehen, wie mit den Ressourcen umgegangen wird – verschwenderisch und ausbeuterisch. Dies kann man nicht beschönigen und für jeden, der einen Funken Hausverstand besitzt, ist dies sehr gut erkennbar und ersichtlich, völlig davon unabhängig, was der Mainstream dazu meint. Die Debatte hat sich zum Mainstream entwickelt, weil es mittlerweile sehr viele Menschen gibt, die das alles sehen und begreifen – und nicht, weil Mainstream in dieser Sache bloß eine Modeerscheinung ist.

        Ich bin sicher keine, die im Mainstream mitschwimmt – im Gegenteil. Aber bei dieser einen Sache, was Natur und Klima betrifft, stimme ich ihm zu. Und auch, weil ich mich dabei auf meinen gesunden Hausverstand stützen kann und mich von beschwichtigenden Reden der Möchtegern- Besserwissern in der Politik nicht einlullen lasse. Ich sehe, lese, höre und bilde meine eigene Meinung. Nur nebenbei bemerkt: ich bin kein Ökofreak, auch kein Vegetarier (auch wenn ich nur wenig Fleisch esse, und auch dann nur weißes Fleisch) und auch kein Minimalist, der auf fast alle Errungenschaften des heutigen Fortschritts verzichtet. Mein Credo ist: alles in Maßen genießen und benutzen und sich selbst vorher fragen, ob man dies oder jenes wirklich braucht, bevor man im Kaufrausch versinkt. Leider ist das Gefühl für ein vernünftiges Maß bei vielen verloren gegangen; man will alles haben, koste es, was es wolle. Und die Industrie fördert dies auch noch mit ihren Low-Level-Produkten, was auf der anderen Seite zur großflächigen Massenproduktion führt.

        Werbung und Marketing steuern ihr eigenes dazu bei und die Spirale dreht sich immer weiter, immer schneller – abwärts. Dabei könnten dies alle Menschen, zumindest in den Industriestaaten der Welt durch ihr eigenes Konsumverhalten beeinflussen und steuern, welches an sich eine sehr große Macht wäre, wenn man sie einsetzen würde. Aber zu groß sind die Verlockungen, als dass man ihnen widerstehen könnte. Dies lässt leider nichts Gutes für die nächsten 30-40 Jahre erahnen, vielleicht geht es sogar schneller. Kinder und Kindeskinder werden sich noch irgendwann dafür bedanken: Danke für nichts.

        Aber, wie gesagt, es ist schwer, positive Veränderungen, die wirklich etwas bewegen könnten, einzuleiten. Es sind zu viele einzelne, mächtige Personen, die im Hintergrund stetig dagegen agieren und wirken. Und so muss ich dir zustimmen, wenn du sagst, dass in vielerlei Hinsicht nur die Hoffnung bleibt, dass eine Wende in den Köpfen, im Denken der Menschen irgendwann bald geschieht oder eben nicht und wir werden weder dies, noch die negativen Auswirkungen der ach so hochgelobten Industrialisierung nicht mehr erleben. Aber eine Lösung für den Planeten Erde ist dies freilich auch nicht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der nächste, heiße Sommer mit Extremtemperaturen und wenig Regen schon an der Schwelle steht. Aber ich wäre die erste, die es zugeben würde, wenn ich damit diesmal falsch läge.

        Dir auch einen schönen Dienstag und liebe Grüße
        Sella

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      5. Liebe Sella,
        Fakt ist für mich eine Klimaveränderung und -verschiebung. Die sind interpretierbar und genau damit bin ich vorsichtig bzw. ich möchte sie weder in die eine noch in die andere Richtung interpretieren. Im Rückblick wird einmal erkennbar sein, welchen Weg das genommen hat und daraus wird man wahrscheinlich bessere Rückschlüsse ziehen können als jetzt im vorhinein. Das macht aber auch nichts.
        Einig sind wir uns in den wichtigsten Punkten wie dem, dass es eine Veränderung gibt und dass die Menschheit insgesamt mit ihrem Verhalten gewaltig an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt. Und dass wir oft zu bequem sind, um auszusteigen, wenn wir Annehmlichkeiten genießen. Und… Und… Im meisten sind wir uns ziemlich einig.
        Fakt ist doch auch, dass es einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten gibt und ihre Zahl weiter explodiert, so dass das Problem der Umweltzerstörung verschärft wird.
        Ich bin deiner Meinung, dass die Natur uns nicht braucht und wenn sie den Menschen irgendwann abschütteln sollte, wird sie sich erholen. Der Mensch lebt so, als bräuchte er die Natur nicht und entfremdet sich von ihr, was keine gute Entwicklung sein kann.
        Die Frage ist, ob die häufig älteren verbohrten, an zweifelhaften Werten festhaltenden Männer und Frauen (in dem Zusammenhang allein die Männer zu nennen scheint mir etwas einseitig, es gibt solche und solche Männer, es gibt solche und solche Frauen) mit Macht rechtzeitig wegsterben, um anderem Gedankengut und deren Umsetzung Platz zu machen. Das wird die Zukunft zeigen.
        Es sind immer wieder die Menschen, denn sie haben alles in der Hand.
        Vielleicht haben sie es eben schon nicht mehr in der Hand, das halte ich auch für möglich.
        Ich sehe, lese, höre und bilde meine eigene Meinung.
        Ja, das tun die meisten von uns, was sollen wir auch sonst tun. Aber dass das, was wir durch die uns zugänglichen Medien erfahren, dem entspricht was wirklich ist, da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt kaum unabhängige Medien. Deswegen habe ich weitgehend aufgehört Nachrichten zu schauen / lesen. Man bekommt zwangsläufig immer wieder mit was so geschrieben wird, auch wenn man dies nicht sucht. Mit etwas mehr Abstand dazu geht es mir besser.
        Liebe Grüße
        Marion

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